des Hüftgelenkes

 

 
Arthrose des Hüftgelenkes


1 Beckenknochen
2 Knorpel
3 Schenkelhals
4 Oberschenkelknochen

 


Unter einer Hüftgelenkarthrose (Coxarthrose) versteht man den Verschleiß des Hüftgelenkes. Im natürlichen Verschleißprozess sind zunächst Knorpel und Gelenklippe (Labrum) betroffen, bei Fortschreiten der Erkrankung verschleißen auch die knöchernen Strukturen. Treten jedoch übermäßige Abnutzungserscheinungen auf, oder tritt ein frühzeitiger Verschleiß auf, so gilt dies als krankhafte Veränderung, die in aller Regel einer Behandlung bedarf.

Ursachen
Bei den Ursachen unterscheiden wir drei Hauptgruppen:
  • Mechanische Ursachen.
  • Durchblutungsstörungen.
  • Entzündliche Ursachen.

Die mechanischen Gründe für eine Hüftgelenkarthrose sind mit mehr als 75% am häufigsten. Es hat sich herausgestellt, daß es durch eine Aufbaustörung der Hüfte zu einem Konflikt des Schenkelhalses mit dem Pfannenrand kommen kann. Der Hüftkopf sitzt dabei nicht zentral auf dem Schenkelhals, sondern ist leicht verschoben (Offset-Störung). Beim Beugen und Drehen der Hüfte kommt es zum Anstoßen (Impingement) des Schenkelhalses am vorderen Pfannenrand. Dabei wird als erstes die Hüftgelenklippe (Labrum) geschädigt.

 

Offset-Störung – fehlende Taille 


Das Labrum ist mit dem Pfannenknorpel verwachsen, so dass dieser im weiteren Verlauf geschädigt wird. Dieser Pfannenrandschaden ist dann der Beginn der Hüft- gelenkarthrose. Wird dieser Konflikt nicht behoben, so wird sich eine manifeste Hüftgelenkarthrose frühzeitig entwickeln. Da die Gelenklippe mit Schmerzfasern versorgt wird, kommt es bereits im frühen Stadium zu Leistenschmerzen. Bei fortschreitender Arthrose kommt es dann zu folgender Symptomatik:

  • Anlaufsymptomatik und -steifigkeit.
  • Einschränkung der Gehstrecke.
  • Bewegungseinschränkung.
  • Gangstörung.
  • Beinlängendifferenz.
  • Belastungs- und Ruheschmerz in Leiste, Gesäß, Oberschenkel.


Konservative Therapie der Hüftgelenk- arthrose aus ärztlicher Sicht
Neben Schmerzlinderung ist häufig eine Gewichtsreduzierung notwendig, um zusätzliche Gelenkbelastungen zu verringern. Unterstützend können Hilfsmittel, wie z.B. Hüftbandagen, eingesetzt werden. In manchen Fällen kann eine Einspritzung entzündungshemmender Substanzen in das Gelenk nötig sein.