des Sprunggelenkes

 

 
Arthrose des Sprunggelenkes


1 Wadenbein
2 Schienbein
3 Oberes Sprunggelenk
4 Unteres Sprunggelenk
5 Fersenbein
6 Fußwurzelknochen

 


Vor allem Traumen mit Gelenkbeteiligung und nicht ausgeheilte Bandverletzungen (Instabilitäten) begünstigen die Arthrose des Sprunggelenkes.

Für einen physiologischen Bewegungsablauf kommt einem stabilen und kongruenten Sprunggelenk besondere Bedeutung zu. Deshalb spielt die Unterstützung mit Bandagen und Orthesen in der Prävention und Therapie der Sprunggelenkarthrose eine entscheidende Rolle.

Ursachen
Auslösende Ursachen sind sehr häufig Traumen wie schwerere Unfälle mit Gelenkbrüchen sowie Gelenkentzündungen und Fehlstellungen des Fußes.

Um ein zu schnelles Fortschreiten der degenerativen Prozesse im Sprunggelenk vorzubeugen, ist eine optimale Therapie einzuleiten. Bleibt dies unberücksichtigt, kann diese Entwicklung in einem sehr kurzen Zeitraum von ein bis zwei Jahren in einer Sprunggelenkarthrose enden. In der Regel hat die Sprunggelenkarthrose einen schleichenden chronischen Verlauf.

Sehr häufig sind Instabilitäten des Sprunggelenkes (z.B. Bandverletzungen) ursächlich für die Entstehung einer Arthrose verantwortlich. Wenn sich dabei mit der Zeit in Sehnen, Gelenkkapseln und Bändern, die den gesamten Fuß führen und stabilisieren, zunehmend Verletzungen und Risse entwickeln, entstehen u.a. statische Veränderungen im Sprunggelenk. Dies hat allzu oft einen arthrotischen Gelenkumbau zur Folge.

Leitsymptome der Sprunggelenk- arthrose
Typisch ist ein im Frühstadium unter Belastung auftretender Sprunggelenkschmerz, dessen Intensität im weiteren Zeitverlauf schleichend zunimmt.

  • Belastungsabhängiger Schmerz.
  • "Anlaufschmerzen" am Morgen oder nach Ruhephasen.
  • Schmerzhafte Bewegungs-einschränkung.
  • Abbau der umgebenden Muskulatur und ggf. Fehlbelastung angrenzender Gelenke.
  • Ergussbildung (Ruheschmerz – auch nachts).
  • Gestörtes und unsicheres Gangbild.


Für die Reduktion der Beweglichkeit des Sprunggelenkes sind
die typischen knöchernen Auswüchse an den Gelenkrändern
und die Gelenkspalt- höhenminderung verantwortlich.


Anatomie und Funktion des Sprunggelenkes
Funktionell gesehen besteht das Sprunggelenk aus drei Teilgelenken. Alle diese Gelenkanteile werden bei jeder Bewegung des Fußes in unterschiedlichem Ausmaß bewegt und beansprucht. Somit kann eine lokalisierte Sprunggelenkarthrose, im weiteren Verlauf auch auf andere Gelenkanteile übergreifen.

Das obere Sprunggelenk ist vor allem für die Bewegung des Fußes nach oben und unten verantwortlich. Dabei ist der physiologische Gelenkablauf unabdingbare Voraussetzung, um die Belastungsreize optimal zu kompensieren.

Ist das normale Bewegungsausmaß eingeschränkt, kann dies ein Hinken im Gangbild zur Folge haben. Je nach Lokalisation und Schwere des Knorpelabriebes an den Gelenkflächen kommt es zu unterschiedlich starken Schmerzen.

Das untere Sprunggelenk ist im wesentlichen verantwortlich für die Pro- und Supination des Fußes (Auswärts- und Einwärtsdrehung des Fußes).

Patienten mit einer Arthrose im unteren Sprunggelenk werden deshalb vor allem beim Gehen auf unebenem Boden (z.B. Kopfsteinpflaster) über ein schmerzhaftes und unsicheres Gangbild klagen.