Osteoporose

 


OSTEOPOROSE
Neue Wege in der funktionellen Therapie der Osteoporose.


 

Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen, bei der es zu einem Verlust an Knochenmasse und Knochenfestigkeit kommt. Die Folge ist eine erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen. Osteoporose ist eine sehr häufige Erkrankung, unter der mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Mehr als 40% aller Frauen und 13% aller Männer über 50 Jahre werden einen osteoporosebedingten Knochenbruch erleiden. Durch ein zunehmend hohes Alter der Menschen wird Osteoporose zunehmend häufiger.

 

Wie verändert sich der Knochen bei Osteoporose?

Die gebräuchlichen Ausdrücke „Knochenmineralsalzminderung“ und „Knochenerweichung“ erwecken die falsche Vorstellung, die Knochensubstanz sei bei Osteoporose krankhaft verändert. Das ist nicht der Fall! Die Knochensubstanz ist bei Osteoporose unverändert. Es ist schlicht zu wenig Knochen da, dadurch verdünnt sich die Knochenwand im röhrenförmigen Abschnitt und das feine Astwerk an den „dicken Enden“ der Knochen und in den Wirbelkörpern baut sich ab. Die veränderte Architektur bietet einwirkenden Kräften dann zu wenig Festigkeit.

Gesunder Knochen.                   Osteoporotischer Knochen.

 

Welche Folgen hat die Osteoporose?

Die Osteoporose kann jahrelang unbemerkt verlaufen. Erste Folgen sind häufig Einbrüche von Wirbelkörpern, die meist ohne Einwirkung von außen und bei normalen Bewegungen entstehen (Ermüdungsbrüche). Diese Wirbelkörperbrüche verursachen eine Verkrümmung der Wirbelsäule, die nicht nur das äußere Erscheinungsbild (Witwenbuckel) prägt, sondern auch die Ursache von Schmerzen und Lungenerkrankungen ist.

Stürze sind gemeinsam mit der Osteoporose die Hauptursache von Knochenbrüchen außerhalb der Wirbelsäule. Osteoporose und altersbedingte Sturzgefährdung sind daher eng miteinander verbunden. Infolgedessen kommt es bei Stürzen zu Frakturen von hüftnahen Oberschenkelknochen (Schenkelhals), Oberarm, Handgelenk und Becken.

Die Beurteilung des Sturzrisikos und Einleitung entsprechender präventiver Maßnahmen gehören damit zur Behandlung der Osteoporose dazu. In den meisten Fällen lässt sich die Sturzgefahr beim Älterwerden durch die richtigen Bewegungsübungen vermindern.

Die Natur hat den Wirbelkörpern eine wabenförmige Struktur gegeben. Deshalb zerbrechen Wirbelkörper bei einer osteoporotischen Fraktur nicht als ganzes, sondern sintern nur Millimeter um Millimeter zusammen. Dies schützt das Rückenmark, ist aber trotzdem eine Ursache von chronischen Schmerzen.

 

Ist Osteoporose heilbar?

Der Verlauf der Osteoporose kann in den meisten Fällen durch entsprechende Therapiemaßnahmen gebremst und somit die Folgen für den Patienten abgemildert werden.

 

Orthesenbehandlung:

Rückenorthesen zur Behandlung von Osteoporose sind ein neuer Weg in der Osteoporosetherapie. Die Orthesen üben einen sanften Reiz auf Haut und Muskulatur aus. Dadurch kommt es reflektorisch zu einer erhöhten Aktivität der Rumpfmuskulatur. Dies führt zu einer Aufrichtung der Wirbelsäule, einer Verbesserung der Körperhaltung und -größe zur Verbesserung der Muskelkraft sowie zu einer Verminderung von Schmerzen.